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Windows September-Update sorgt für massive Probleme bei Anwendern und Unternehmen

Windows September-Update sorgt für massive Probleme bei Anwendern und Unternehmen
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Windows September-Update sorgt für massive Probleme bei Anwendern und Unternehmen

Das Windows September-Update KB5124008 sorgt für erhebliche Probleme: VPN, Remote Desktop, Explorer, Backups und AMD-Grafikkarten sind teilweise betroffen. Was Unternehmen und Administratoren jetzt wissen sollten.

Windows 11 September-Update: Diese Probleme drohen nach dem Patchday

Microsofts aktueller September-Patchday sollte eigentlich für mehr Sicherheit und einige gewünschte Verbesserungen sorgen. Stattdessen sorgt das Update KB5124008 bei zahlreichen Windows-Systemen für unerwartete Fehler. Besonders Unternehmen und IT-Abteilungen stehen vor Herausforderungen, da wichtige Funktionen wie VPN-Verbindungen, Remote Desktop und die Windows-Benutzeroberfläche beeinträchtigt werden können.

Sicherheitsupdate mit unerwarteten Nebenwirkungen

Regelmäßige Windows-Updates sind ein wichtiger Bestandteil einer sicheren IT-Infrastruktur. Sicherheitslücken sollten möglichst schnell geschlossen werden, insbesondere in Unternehmen. Genau hier entsteht aktuell jedoch ein schwieriger Spagat: Das September-Update behebt zahlreiche Sicherheitsprobleme, kann gleichzeitig aber bestehende Arbeitsabläufe und zentrale Systemfunktionen beeinträchtigen.

Betroffen sind unter anderem verschiedene Versionen von Windows 11 und Windows 10 sowie mehrere Windows-Server-Versionen. Damit kann das Problem sowohl klassische Arbeitsplatzrechner als auch Unternehmensserver und virtuelle Arbeitsumgebungen betreffen.

VPN und Remote Desktop besonders kritisch

Für Unternehmen besonders relevant sind die gemeldeten Probleme mit Always On VPN. Bei bestimmten Konfigurationen mit zertifikatsbasierter Authentifizierung kann die Verbindung zum Unternehmensnetzwerk ausfallen. Für Mitarbeiter im Homeoffice oder unterwegs kann das erhebliche Auswirkungen auf den Zugriff auf interne Anwendungen und Daten haben.

Auch die Remote Desktop Services können nach der Installation des Updates Probleme bereiten. In einigen Fällen kommt es zu Abstürzen oder die Anmeldung bleibt während der Konfiguration hängen. Für Unternehmen, die auf Remote-Arbeitsplätze oder zentral verwaltete Windows-Systeme setzen, ist das besonders kritisch.

Explorer-Abstürze und schwarzer Bildschirm

Nicht nur Netzwerkfunktionen sind betroffen. Auch die Windows-Oberfläche kann nach dem Update instabil reagieren. Der Prozess Explorer.exe ist unter anderem für den Desktop, die Taskleiste und das Startmenü verantwortlich. Stürzt dieser Prozess direkt nach der Anmeldung ab, kann der Benutzer unter Umständen lediglich einen schwarzen Bildschirm sehen.

Besonders häufig scheint dieses Szenario in bestimmten virtuellen Desktop-Umgebungen aufzutreten. Unternehmen mit Citrix- oder FSLogix-basierten Arbeitsplätzen sollten ihre Systeme deshalb nach der Installation des Updates besonders aufmerksam überwachen.

Probleme mit Linux, Backups und AMD-Grafikkarten

Zusätzlich wurden Einschränkungen bei virtuellen Linux-Umgebungen festgestellt. Anwendungen, die über das Windows-Subsystem für Linux auf freigegebene Ordner zugreifen, können ihre Zugriffsrechte verlieren. Das kann auch moderne Entwicklungs- und KI-Workflows beeinträchtigen.

Weitere Probleme betreffen den Dateiversionsverlauf. Externe Festplatten werden teilweise nicht mehr korrekt erkannt, wodurch automatische Sicherungen ausbleiben können. Auch Systeme mit AMD-Grafikkarten berichten von eingefrorenen Systemen, fehlenden Bildsignalen oder Treiberproblemen.

Was sollten Unternehmen jetzt tun?

Für Administratoren gilt zunächst: Nicht in Panik geraten, aber das Update sollte kontrolliert bewertet werden. Besonders in geschäftskritischen Umgebungen empfiehlt es sich, zunächst zu prüfen, ob VPN, Remote Desktop, Backups, virtuelle Maschinen und Grafiktreiber nach der Aktualisierung weiterhin zuverlässig funktionieren.

Ein ungeplantes Entfernen des Sicherheitsupdates sollte dagegen nicht die erste Maßnahme sein. Zwar können dadurch bestimmte Fehler verschwinden, gleichzeitig werden jedoch zuvor geschlossene Sicherheitslücken wieder geöffnet. Gerade bei Unternehmenssystemen kann das ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Stattdessen sollten IT-Verantwortliche betroffene Systeme dokumentieren, vorhandene Wiederherstellungsmöglichkeiten prüfen und die Entwicklung der von Microsoft bestätigten Fehler beobachten. Bei VPN-Problemen können je nach Umgebung zudem alternative Authentifizierungsverfahren als vorübergehende Lösung infrage kommen.

Fazit: Updates bleiben wichtig – aber Kontrolle ist entscheidend

Der aktuelle Windows-Patchday zeigt einmal mehr, warum Updates in professionellen IT-Umgebungen nicht einfach ungeprüft auf sämtliche Systeme verteilt werden sollten. Sicherheitsaktualisierungen sind unverzichtbar, können aber gleichzeitig neue Kompatibilitäts- oder Stabilitätsprobleme verursachen.

Für Unternehmen empfiehlt sich deshalb ein kontrollierter Update-Prozess mit Testsystemen, definierten Rollout-Stufen und funktionierenden Backups. So lassen sich problematische Updates frühzeitig erkennen, bevor sie den gesamten Betrieb beeinträchtigen.

Wer Windows-Systeme professionell betreut, sollte die betroffenen Funktionen des September-Updates daher genau im Blick behalten und insbesondere geschäftskritische VPN-, Remote-Desktop- und Backup-Szenarien überprüfen.